Geschichte

Urkundliche Ersterwähnung 1166

Titz soll seinen Namen vom römischen Feldherrn Titus erhalten haben. Es hieß Titiacum, d. h. „Gut des Titus“. Seit der Jungsteinzeit, etwa 2000 vor Chr., war Titz infolge dieser Landschaft angesammelten fruchtbaren Lößbodens zur Bauernbewirtschaftung bestimmt.

 

In der Frankenzeit, etwa 400 n. Chr., wuchsen auf einem großen Teilumfangreiche Wälder, die den Bauernboden einschränkten und die Besiedlung hemmten. Aber um 1250 wurden die umliegenden Wälder, die sich von Meerhof über Düppel an Opherten und Mündt vorbei bis Isenkroidt erstreckten, gerodet. Es entstanden zahlreiche Bauernhöfe außerhalb der Festungsumwallung. Wälle und Gräben schützen die Festung. Überreste von zwei Wällen sind noch heute zu sehen.

 

Titz, 1166 erstmals erwähnt und um 1185 als villa bezeichnet, war seit dem 13. Jahrhundert  Sitz der Herren von Titz (bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts) und Teil der Grafschaft bzw. des Herzogtums Jülich. Größter Grundherr im Titzer Raum war die Abtei Altenberg. Wichtig für die Entwicklung des Orts wurde die mittelalterliche Handelsstraße von Aachen über Jülich nach Neu und Düsseldorf, die spätere Landstraße.

 

Ende des 13. Jahrhunderts wird ein landesherrlicher Hof in Titz erwähnt, der als Kern der Siedlung anzusprechen ist und zeitweise als Witwensitz der Jülicher Gräfinnen diente.

 

Im 15. Jahrhundert beherbergte Titz einen Teil der Marställe des Herzogtums Jülich und war Sitz eines Rittmeisteramts. Der landesherrliche Hof wurde zum befestigten Haus ausgebaut und der Ort mit Wall und Graben befestigt.

 

Um 1600 wurde Titz zur Freiheit erhoben. Doch dem Ort, der stets im Schatten von Jülich und Kaster lag, gelang es nicht, seine Stellung im Herzogtum Kleve-Jülich-Berg für eine kontinuierliche Siedlungsentwicklung zu nutzen, so dass es nicht zur Stadtwerdung kam. Auch ein Markt konnte sich in Titz nicht entwickeln. Die einzigen Gewerbe von einiger Bedeutung waren die Fuhrleute und Gastwirte, die vom Durchgangsverkehr auf der Landstraße profitierten. Titz blieb ein Dorf, das an der Industrialisierung des 19. Jahrhunderts keinen Anteil hatte, sondern landwirtschaftlich geprägt blieb.

 

Erst nach dem Zweiten Weltkrieg dehnt sich Titz über die 1807 aus dem Ortszentrum verlegt Landstraße aus, wo ein neuer Siedlungsschwerpunkt entstand. Mit Ausnahme der Kirche, des Gemeindefriedhofs und des katholischen Kindergartens in der Bungsstraße hat sich die gesamt Infrastruktur in den neuen Teil der Gemeinde verlagert. Mit der kommunalen Neugliederung 1972 übernahm Titz zentralörtlich Funktionen für die eingemeindeten Ortschaften und wurde zum Zentrum einer weitläufigen Landgemeinde.

 

 

Einige wichtige Daten über Titz, die Sie noch interessieren könnten:

1814 hatte der Ort starke Einquartierung und musste hohe Kriegsabgaben aufbringen. Wie das gesamte Jülicher Land, ab 1814 preußisch
1843 Einrichtung der ersten Poststelle in Titz
1857 brach in Titz, wie berichtet wird, ein großer Brand aus, der, bedingt durch starken Wind, in alle vier Ortsteile getragen wurde
1873 fuhr hier die erste Eisenbahn vorbei (Strecke dem Verkehr übergeben)
1890 wurde eine Eisenbahnhaltestelle eingerichtet
1909 bekam Titz seinen Bahnhof

 

 

Quelle:

LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte „Rheinischer Städteatlas 2010“

 

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